Das Wecken der Sehnsucht

„Das Wecken der Sehnsucht,“

schrieb Hermann Hesse einmal. In der O geht es um unsere Sehnsüchte, die wir wecken wollen.

Unsere Gäste haben eine Erwartung, Wünsche, Hoffnungen und Träume und die können wir zum Teil erfüllen. Ambiente, unsere Küche, das Service, unsere Leistung als Gastgeber – aber wir werden gewöhnlich, wenn wir für unsere Gäste immer das Gleiche sind und bieten. Wer stehen bleibt, wird zurückgereicht.

Wir müssen für unsere Gäste attraktiv sein, uns für alle weiterentwickeln. Für die Damen, für die Paare und für den einzelnen Herrn. Dann kommen die Interessanten, was auch immer wir darunter verstehen. Die eine, den oder die, der andere jene und die beiden wieder andere beide.

Dass jede Veränderung der einen Hälfte mehr und der anderen Hälfte weniger gefällt, liegt in der Natur des Menschen. Der eine nimmt Neues an und sucht die Chance für seine Sehnsüchte und der andere scheut das Neue, weil er das Bekannte erwartet und nichts anderes akzeptieren will. Mit dem einen gehen wir unseren Weg, mit dem anderen werden wir zurückgereicht. Aber auch diese Bewahrer sind ein fester Teil des Ganzen, auf das wir nicht verzichten wollen und die sind vielleicht jene, die ihr in der Orangerie treffen wollt.

Wir wollen mit unseren Veränderungen noch näher an ihre Sehnsüchte, diese wecken. Zeigen, Hören, Riechen, Spüren und neue Kontakte schaffen. Das Äussere lockt und blendet, überstrahlt oft und verbirgt einen Teil der inneren Werte, die viel mehr Nähe schaffen oder zulassen würden. Wir brauchen Geborgenheit, um aus uns Träumern Täter zu machen und diesen Schritt wollen wir doch alle gehen.

Und nochmals Hermann Hesse: Jeder Mensch ist liebenswert, wenn er zu Worte kommt, wenn wir ihm zuhören. Kritisiert und helft uns, ein intimes Ambiente zu schaffen, das uns unseren Sehnsüchten näher bringt.

Wir wollen nie gewöhnlich werden.

Urs, Verena und das Team der Orangerie

Kommentare

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Thumb_61467400ca

Sehr gut geschrieben... !!!

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Danke

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Ja - wirklich gut geschrieben und ein hoch interessantes Thema! Einerseits wollen wir die Sehnsüchte wecken und andererseits haben wir nur eine Chance, sie auch zu befriedigen wenn wir Taten folgen lassen; also uns wagen „von der Träumerin zur Täterin“ zu werden. 😊

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